München bleibt bunt! Aufruf zum Protest am 30.3., 17.30 Uhr

28. März 2015

München bleibt bunt! Aufruf zum Protest nach den kürzlichen Nazi-Angriffen auf Anti-Bagida-Demonstranten. Montag, 30.3.15 17:30 Luisenstraße / Ecke Elisenstraße (Alter Botanischer Garten) Seit den ersten Aufmärsche ist Bagida deutlich geschrumpft – und hat sich gleichzeitig massiv radikalisiert. Bagida hat sich zum Sammelbecken diverser rechter Strömungen entwickelt und vereint im Wochentakt circa 200 Rechtspopulisten, verurteilte Rechtsterroristen, Hooligans, Neonazis und andere Rassisten. Typisches Nazi-Parolen skandierend ziehen sie durch die Münchner Innenstadt. Dass dieser regelmäßig auftretende, rechte Mob nicht nur hetzt, sondern auch ganz direkt eine Gefahr für diejenigen darstellt, die nicht ins rassistische Weltbild passen, hat sich ganz offen beim letzten Bagida-Aufmarsch gezeigt. Eine Gruppe Neonazis – unter ihnen der wegen einem geplanten Bombenattentat auf die Grundsteinlegung der jüdischen Synagoge in München verurteilte Rechtsterrorist Thomas Sch. – griff nach Berichten mehrere GegendemonstrantInnen körperlich an und entkam anschließend größtenteils. Dieser Angriff zeigt beängstigend, welchen Auftrieb die bayerische Neonazi-Szene aus den regelmäßigen Aufmärschen gewinnt. Wir wollen es nicht hinnehmen, dass mitten in der Münchner Innenstadt Rechtsterroristen Gegendemonstranten angreifen können. Wir wollen es nicht hinnehmen, dass in der Münchner Innenstadt Woche für Woche Neonazis jeglicher Couleur ihre menschenverachtende Hetze propagieren können. Darum rufen wir dazu auf, das lautstarke Zeichen von Ende Januar zu erneuern. Für ein weltoffenes München – und gegen die menschenverachtende Nazi-Propaganda von Bagida. UnterstützerInnen: München ist bunt! Bellevue di Monaco SPD München GRÜNE München FDP München Rosa Liste DIE LINKE Stadtratsfraktion München DGB München ver.di München & Region Ausländerbeirat ver.di AK Aktiv gegen Rechts Evang.-Luth. Dekanatsbezirk München Evangelische Stadtakademie Freunde Abrahams Bayerischer Flüchtlingsrat Evangelische Jugend München DGB Jugend München Jusos München Grüne Jugend München JungbürgerInnen für Kultur und Politik – VPJ Jungbündnis gegen Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus SPD Ortsverein Maxvorstadt Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-BdA München Sozialforum München

8. Mai 1945 – Tag der Befreiung, Chance für Frieden und Demokratie in Europa

16. März 2015

Bundesausschuss der VVN-BdA:

Am 8. Mai wurde ganz Europa von der Geißel des Faschismus befreit. In Deutschland erlebten in erster Linie die überlebenden Verfolgten und Widerstandskämpfer_innen diesen Tag als Befreiung. Aber auch wir alle, die wir heute leben, verdanken die Grundlagen unseres Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den Siegern des 8. Mai. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind und bleiben auch unsere Befreier. Mit besonderer Dankbarkeit erinnern wir an den Beitrag, den der deutsche antifaschistische Widerstand in Deutschland, in der Emigration, als Teil von Partisanenverbänden und in den Streitkräften der Anti-Hitler-Koalition geleistet hat.

 

Mehr als 55 Millionen Menschen fielen Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid und ihrem Leben. Die deutsche Wirtschaft, allen voran Chemie- und Rüstungsindustrie und Banken waren die Gewinner von „Arisierung“, Krieg und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeiter_innen. Diese Gewinne bildeten die Grundlage des „Wirtschaftswunders“ in der Bundesrepublik, während die Opfer um jede Mark Entschädigung kämpfen mussten und bis heute kämpfen müssen.

 

In nahezu allen ehemals von Nazi-Deutschland besetzten Ländern wurden der 8. und/oder 9. Mai gesetzliche Feiertage, das war auch in der DDR der Fall. Genau 40 Jahre hat es gedauert, bis ein Präsident der Bundesrepublik an einem 8. Mai von Befreiung gesprochen hat. Bis dahin hatte die Sicht der Nazis, der Deutsch-Nationalen, der „Frontkämpfer“, der Profiteure und Mitläufer das offizielle Vokabular geprägt: Zusammenbruch, Kapitulation, Besatzer. Mit Weizsäckers Rede wurde die Perspektive der Verfolgten des Nazi-Regimes „gesellschaftsfähig“.

 

Damit das so bleibt, fordern wir, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg endlich auch in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag wird.

 

Wir wissen, dass die Früchte des 8. Mai stets gefährdet sind. Rassismus, Chauvinismus, Antisemitismus und Antiziganismus, Islamfeindlichkeit – alle möglichen Ideologien zur Begründung sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung haben Konjunktur. Wir wissen, die soziale Spaltung der Gesellschaft hat ein Ausmaß erreicht, in dem die Angst vor dem Abstieg Anpassungsdruck und Ausgrenzungsbereitschaft erhöht. Wir erleben, dass Grundrechte immer weiter eingeschränkt werden. Wir sehen mit Sorge, wie unbarmherzig unsere Gesellschaft Flüchtlingen gegenübertritt und gewaltsame Übergriffe duldet. Der rasante Aufstieg neofaschistischer und rechtspopulistischer Kräfte in nahezu allen europäischen Ländern verlangt entschiedene Gegenwehr.

 

Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der Krieg führenden Länder stellt einen Bruch mit dem Nachkriegskonsens „Es soll nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen“ als wichtigste Lehre aus der jüngeren deutschen Geschichte dar. In vielen Ländern der Welt, im Irak, in Syrien, in der Ukraine und in weiten Teilen Afrikas toben Kriege. Wieder sind deutsche Waffen – und oft auch deutsches Militär – überall beteiligt. Die Bereitschaft, „deutsche Interessen“ erneut mit militärischen Mitteln durchzusetzen ist gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung in Regierung und Bundestag wieder politische Praxis geworden.

 

Gerade darum wollen wir den Tag zum Feiertag machen, den die Überlebenden als „Morgenröte der Menschheit“ erlebt haben, wie es der als Jude und Kommunist verfolgte Résistance-Kämpfer Peter Gingold ausgedrückt hat. Wir wollen am 8. Mai vor allem an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung erinnern und diese als Impuls nehmen, weiter an der Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten, so wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben. In diesem Sinne rufen wir auf: Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

 

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8. Mai 2015 – zum 70. Jahrestag der Befreiung

16. März 2015

Auschwitz begann mit Demütigung des Menschen. […]

Deshalb möchte ich heute mit vollem Nachdruck sagen: Wenn heute jemand einen Rom, einen Juden, Bosnier, Türken, Israeli, Palästinenser, Christen, Moslem oder Ungläubigen demütigt, so ist es, als beginne Auschwitz von Neuem“.

Marian Turski, ehemaliger polnischer Häftling des KZ Auschwitz, in der Feierstunde anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 26.1.2015, Berlin

Ostermarsch in München

16. März 2015

Ostermarsch München am Samstag, 4. April

Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation

Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden

 

10:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst St. Markus, Gabelsbergerstr. 6
11:00 Uhr Auftakt am Platz der Opfer des Nationalsozialismus mit Erwin Jedamus – Lieder
anschließend Demonstrationszug zum Sendlinger-Tor-Platz
gegen 13 Uhr Kundgebung auf dem Sendlinger-Tor-Platz Es spricht: Clemens Ronnefeldt, Internationaler Versöhnungsbund Mit dem Münchner Liedermacher Christoph Weiherer Bühnensketch von Hedda Sachs Moderation: Doro Weniger, GEW
11:30 Uhr – ca. 15 Uhr dazu Infostände, Programm ab ca. 12 Uhr mit Musik und Ansage

Auf den Spuren slowenischer Partisanen

– Ein Reisebericht mit Bildern von Ernest Kaltenegger 13. März 2015,  18 Uhr DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64, Raum C0.04, Kurt-Eisner

weitere Informationen siehe Slowenische-Partisanen.13.3.2015-Endfassung

 

Filmveranstaltung „Halt durch, Dirndl!“ – eine Familiengeschichte aus dem bayerischen Widerstand

Flugblatt unter   Centa-Film am 1.3.2015

27.01.2015 – Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz im Gewerkschaftshaus München

27. Januar 2015

Am 27. Januar 2015 gedenkt die DGB-Jugend mit bayerischen Jugendverbänden und Jugendorganisationen an die Befreiung des KZ Auschwitz. Anlässlich dieses Jahrestages hat sich ein bundesweites Bündnis gegründet, welches im Juni 2015 eine gemeinsame Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz durchführen wird. Die Veranstaltung in München zum 27.01.2015 schließt damit an die Aktivitäten des bundesweiten Bündnisses an. Wir wollen mit dem Zeitzeugen Ernst Grube diskutieren, wie Gedenken heute, vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen, aussehen kann. Welche Rolle das Gedenken für Jugendliche heute spielt und was zukünftig getan werden muss, damit „Ausschwitz nie wieder sei“. An das Gespräch schließt sich eine Filmvorführung an. Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz 27. 1. 2015 Gewerkschaftshaus München (Schwanthalerstr. 64) 18.30 Uhr | get together 19.00 Uhr | Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube mit Filmvorführung »Am Ende kommen Touristen«

Kriegsvorbereitung einstellen, Frieden in Europa sichern!

27. Januar 2015

Kriegsvorbereitung einstellen, Frieden in Europa sichern! Mehr denn je seit dem Ende des Kalten Krieges haben wir Anlass zur Sorge um den Frieden in Europa. Mit dem 2-plus-4-Vertrag, der die Vereinigung der beiden deutschen Staaten erst möglich gemacht hat, sollte die Block-Konfrontation enden. Wesentliche Bedingung von Seiten der damaligen Sowjetunion war die Zusage, dass der Osten Deutschlands atomwaffenfrei bleiben sollte und die NATO keine Erweiterung bis an die Grenzen der Sowjetunion anstrebe. Im „Gemeinsamen Europäischen Haus“ sollten alle Staaten in Sicherheit zusammen leben. Seitdem haben sich NATO und EU Schritt für Schritt an die heutigen Grenzen Russlands heran erweitert. Mit der Einbeziehung der Ukraine in EU und NATO-Strategie wurde eine neue explosive Situation geschaffen. Die EU ist in diesem Konflikt kein Vermittler, sondern Mitverursacher. Die Bundesregierung muss in dieser Situation ihre historischen Verantwortung für den Frieden in Europa wahrnehmen. Wir fordern deshalb von der Bundesregierung, sich an die Zusagen an Michail Gorbatschow zu erinnern und die russischen Sicherheitsinteressen ernst zu nehmen. Das bedeutet:

  • Keine weitere Ausweitung der NATO nach Osten!

  • Keine provozierenden Manöver an den russischen Grenzen!

  • Schluss mit antirussischer Propaganda und Drohgebärden!

  • NEIN zur weiteren Militarisierung der deutschen Politik!

Gleichzeitig fordern wir von allen am Konflikt beteiligten Staaten und Kräften in- und außerhalb der Ukraine, alle militärischen Maßnahmen einzustellen und eine friedliche Lösung zu suchen.

Wo künftige Kriege vorbereitet werden, werden wir gemeinsam mit unseren Freunden aus der Friedensbewegung Widerstand leisten.

13. Internationale Münchner Friedenskonferenz

5.-8.2.2015 Altes Rathaus und DGB-Haus, Programm unter http://www.friedenskonferenz.info/

Demonstration gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

Samstag, 7. Februar 2015. Auftakt: 13 Uhr, Marienplatz München

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –

Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Kreisverband München, Frauenlobstr. 24

80337 München, Tel. 089-531786

Email: muenchen@vvn-bda.de

V.i.S.d.P.: Friedbert Mühldorfer, Frauenlobstr. 24, 80337 München

Filmveranstaltung „Halt durch, Dirndl“ am 1.3.2015

26. Januar 2015

Filmveranstaltung 1.3.2015

Mutiger Widerstand

Millionen von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen lebten während des 2. Weltkriegs unfreiwillig in Deutschland. Von den Nazis wurden sie gezwungen, die deutsche Kriegswirtschaft in Gang zu halten, während ihre Heimatländer von Wehrmacht und SS-Einsatzkommandos verwüstet wurden. In der Organisation „Brüderliche Zusammenarbeit der Kriegsgefangenen (BSW)”, die sich vom „Russenlager” an der Münchner Schwanseestraße aus in wenigen Monaten in ganz Süddeutschland und darüber hinaus ausbreitete, begannen sich Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter zu organisieren. Ihr Ziel: Unterstützung des Kampfes der Alliierten durch eine „innere Front” gegen das Naziregime und, zusammen mit deutschen Antifaschisten, Vorbereitung eines bewaffneten Aufstands in Deutschland. Am 4. September 1944 wurden 92 führende BSW-Funktionäre im KZ Dachau durch Genickschuss ermordet.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) erinnert mit einer Informationsveranstaltung an den mutigen Widerstand dieser Nazigegner. Es referiert der Politikwissenschaftler Dr. Guido Hoyer (Freising).

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